Am Donnerstag vor den Weihnachtsferien besuchte die Klasse 3/4a im Rahmen des Kulturrucksacks das Neue Museum Nürnberg am Klarissenplatz. Wir fuhren gemeinsam mit der Straßenbahn vom Schulhaus Richtung Hauptbahnhof. Nach einer mehrmonatigen Baustelle verkehrt die Verbindung erst seit wenigen Tagen wieder direkt – umso schöner, dass wir diesen Weg nun erneut unkompliziert nutzen konnten. Vom Hauptbahnhof aus erreichten wir das Museum in kurzer Zeit.

Im Neuen Museum nahm die Klasse in zwei Gruppen am Workshop „Design – Zeichnen: Parade der Objekte“ teil.
Im Mittelpunkt stand die Idee, dass Gegenstände Geschichten erzählen können: Ihre Form gibt Hinweise auf Funktion, Herstellung oder die Zeit, in der sie entstanden sind. In der Kombination verschiedener Objekte entstehen neue Bezüge – und daraus wiederum lassen sich Erzählstrukturen entwickeln, ähnlich wie bei einem Storyboard oder Comic.

Passend dazu arbeiteten die Kinder mit einem Leporello: Jedes Kind besuchte insgesamt sechs verschiedene Museumsräume und wählte dort Objekte aus, die es zeichnerisch festhielt. Dabei ging es nicht nur um das reine Abzeichnen, sondern vor allem um genaues Beobachten, bewusstes Auswählen und das Nachdenken über Wirkung und Bedeutung.


Inhaltlich begegneten uns dabei sehr unterschiedliche Themen und Gestaltungsansätze – unter anderem Pop Art, Kommunikation und die gezielte Wirkung von Farbe, beispielsweise der Farbe Rot.

Besonders beeindruckend war, mit welcher Konzentration und Ausdauer die Kinder arbeiteten. Viele entwickelten schnell einen eigenen Blick dafür, welche Formen und Details wichtig sind und wie man ein Objekt so skizziert, dass seine „Geschichte“ sichtbar wird. In der abschließenden Zusammenstellung der Zeichnungen entstand bei vielen Leporellos tatsächlich der Eindruck einer kleinen Bildsequenz: Alltagsgegenstände rückten in die Hauptrolle und wurden durch die Reihung zu einer Art visueller Erzählung.

Der Museumsbesuch war insgesamt sehr gelungen: Die Kinder konnten moderne Kunst und Design nicht nur betrachten, sondern aktiv bearbeiten und in eine eigene Bildsprache übersetzen. Das Leporello ist eine schöne, greifbare Erinnerung – und zugleich ein Ergebnis, das zeigt, wie aufmerksam, kreativ und ideenreich die Klasse gearbeitet hat.



